Smart Home Systeme sind im Elektrohandwerk angekommen. Das Angebot an intelligenter Gebäudetechnologie wird immer größer und bietet Chancen für das Handwerk.

So machen Smart Home Systeme etwa möglich, auf dem Smartphone zu sehen, wer an der Tür klingelt oder auch die Steuerung der Heizung bequem vom Sofa aus zu übernehmen. In einer neuen, von der Wirtschaftsinitiative Smart Living (WiSL) in Auftrag gegebenen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wird dieser Trend deutlich. Mit 48 Prozent gab rund die Hälfte der Befragten an, dass smarte Anwendungen das Leben nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer machen würde – Tendenz steigend. Ein Grund dafür ist auch, dass Smart Home Anwendungen einen großen Beitrag zur Energiewende leisten können. Für das Elektrohandwerk bieten sich damit viele Chancen. So bestätigen die Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage 2019 des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), dass das Thema Smart Home für die Betriebe im Elektrohandwerk in Zukunft immer interessanter wird. Denn die Nachfrage nach solchen Lösungen im Eigenheim wächst immer weiter.

Am häufigsten gewünscht in Einfamilienhäusern

Trotz der steigenden Nachfrage und des steigenden Angebots ist die Zahl der realisierten Projekte in dem Bereich aber noch relativ klein. Am häufigsten erfolgten die Installationen aber in Einfamilienhäusern. Rund 91 Prozent der Betriebe haben dort schon mal eines der Systeme installiert. Weniger häufig passierte das mit 30,9 Prozent in Mehrfamilienhäusern. 42,2 Prozent der Experten in der Befragung waren sich darüber hinaus einig, dass Smart Home Systeme noch günstiger werden müssten. Interessant war dabei auch, dass sich 52,9 Prozent dafür aussprachen, dass eine einheitliche Schnittstelle für die unterschiedlichen Systeme geben müsse. 40,4 Prozent finden außerdem, dass mehr Fachkräfte für das Gebiet benötigt werden. Zwei Drittel der befragten Handwerker wollen in den kommenden drei Jahren Mitarbeiter in diesem Bereich ausbilden.