Wird dies nicht realisiert, kann die Wärme- und Wasserversorgung nicht sichergestellt werden und das staatliche Gemeinwesen würde nachhaltig gestört.

Zur Kritischen Infrastruktur (KRITIS) zählen laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen. Bei Ausfall oder Beeinträchtigung werden nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen erwartet.

Die gesamte SHK-Branche muss zur KRITIS gerechnet werden

SHK-Handwerksbetriebe wurden bereits als systemrelevant eingestuft. Sie zählen zu den benötigten Dienstleistungen der KRITIS, die die Aufrechterhaltung der jeweiligen kritischen Dienstleistung (wie z.B. Wasser- und Energieversorgung) sichern. Ginge es nach der VdZ, dem Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik, würde dieser Status für die gesamte SHK-Branche gelten – auch für die herstellenden Unternehmen und Großhändler. Dr. Michael Pietsch, Präsident der VdZ und geschäftsführender Gesellschafter der Pietsch Unternehmensgruppe erklärte dazu: „Nach aktuellem Stand ist nicht klar, in welchem Umfang die SHK-Branche der Kritischen Infrastruktur zugerechnet wird. Eine entsprechende Zurechnung der gesamten Lieferkette ist jedoch zwingend notwendig, damit wir unsere Leistungen – von der Produktion über den Großhandel bis zu handwerklichen Dienstleistungen – auch in einer sich zuspitzenden Gesamtsituation sicherstellen können.“ Industrie, Großhandel und Handwerk sind in diesem Kontext drei Säulen der SHK-Branche, die nur im Zusammenspiel funktionsfähig seien, argumentiert man bei VdZ.  Viele Unternehmen seien auf die Zulieferung von technischen Komponenten, wie zur Wärmedämmung oder zur Wasserversorgung, angewiesen. Ohne das Zusammenwirken aller drei Säulen sei die Wärme- und Wasserversorgung in Deutschland nicht sichergestellt.