Das Baugewerbe hat ein Nachwuchsproblem. Und die fehlende Arbeitskraft behindert die Produktion. Das zeigt eine Umfrage der SOKA-Bau.

Rund die Hälfte der Betriebe hat Schwierigkeiten, Auszubildende zu finden – Das zeigt eine Umfrage der Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA-Bau). Um diesem Mangel entgegenzuwirken, hat die SOKA-Bau bereits 2013 das Programm Berufsstart Bau ins Leben gerufen, das der gezielten Vorbereitung auf eine Ausbildung in der Bauwirtschaft dient. Zuerst wurde dieses primär von Jugendlichen mit einer Lernbehinderung in Anspruch genommen. Seit 2015 hat sich das Programm einer anderen Gruppe Benachteiligter, nämlich Geflüchteten, geöffnet. Fast alle Betriebe nehmen Auszubildende dieser benachteiligten Gruppen auf.

Fachkräftemangel als Konjunkturbremse

Die Befragung zeigt auch, dass sich der Fachkräftemangel negativ auf die Konjunktur auswirkt. 15 bis 20 Prozent der Betriebe hat angeben, dass die Produktion dadurch behindert würde. Aber nicht nur fehlender Nachwuchs ist das Problem – so wechseln 50 Prozent der Gesellen nach der abgeschlossenen Ausbildung die Branche. Zusätzlich gibt es viele Ausbildungsabbrüche, was besonders an mangelhaften schulischen und betrieblichen Leistungen liegt. Eine Möglichkeit, Ausbildungsabbrüche zu verringern, könnte es sein, Ausbildungsbetreuer in den Betrieben zu haben, um die Lehrverhältnisse zu stabilisieren.