Um energieeffizientes Wohnen zu unterstützen, werden seit Jahresbeginn Gebäudesanierungen gefördert. Bis zu 20 Prozent der Kosten werden erstattet.

Ältere Gebäude können wegen schlechter Dämmung wahre Energiefresser sein, das sieht man vor allem an den Nebenkosten. Seit dem 1. Januar 2020 gibt es eine neue Maßnahme aus dem Klimaschutzprogramm 2030, die die Gebäudesanierung fördert. Dadurch soll der energetische Verbrauch gesenkt und der Umwelt etwas Gutes getan werden. Sie betrifft Immobilienbesitzer, die ihre Immobilien selbst bewohnen und deren Wohnung bereits älter als zehn Jahre ist. Vermietete Gebäudeteile sind davon ausgeschlossen. Förderfähig ist unter anderem die Wärmedämmung von Wänden, Geschossdecken und Dachflächen.

Mit wie viel Geld unterstützt der Staat?

Die steuerliche Berücksichtigung findet erstmals in dem Jahr statt, in dem die Umbaumaßnahmen beendet wurden. Sieben Prozent, jedoch maximal 14.000 Euro können von der Steuer abgesetzt werden. Im zweiten Jahr kann noch einmal die gleiche Summe abgesetzt werden, im dritten Jahr sechs Prozent bis maximal 12.000 Euro. Insgesamt können also bis zu 20 Prozent der Kosten von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Dieser Abzug ist unabhängig von Einkommenshöhe und Steuersatz. Es ist möglich, alle Kosten, inklusive der Materialkosten, abzusetzen. Auch die Rechnung eines vom BAFA zugelassenen Energieberaters wird zu 50 Prozent zugelassen. Allerdings müssen alle Sanierungsmaßnahmen von einem Fachunternehmen geplant und durchgeführt werden, das neben der deutschsprachigen Rechnung noch eine Bescheinigung nach amtlichen Mustern ausstellen muss.

Die Steuerermäßigung kann mit den bisherigen Kredit- und Zuschussprogrammen der Förderbank KfW nicht kombiniert werden. Auch ist der neue Steuerbonus nicht mit anderen Steuervorteilen kombinierbar.