Normalerweise ist es erlaubt, dass Vermieter die Kosten für eine energetische Sanierung auf die Mieter umlegen können. Laut LBS-Infodienst gibt es dafür allerdings Ausnahmen.

Solch eine Ausnahme wird in einem tatsächlichen Fall vor Gericht deutlich. So hatte ein Vermieter den Fußboden des Dachbodens dämmen lassen. Die monatliche Mieterhöhung sollte 25 Euro betragen. Die Mieterin verweigerte diese Zahlung allerdings und wies darauf hin, dass gleichzeitig andere Arbeiten stattgefunden hätten – nämlich die Umwandlung des bislang geschlossenen Dachs in eine belüftete Dachkonstruktion. Laut der Mieterin hätte dieser Umbau die energetische Sanierung wieder zunichte gemacht. Und auch das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg schlug sich auf diese Seite. „Ohne einen vollständigen Vortrag“ des Eigentümers, welche Arbeiten genau ausgeführt worden seien und wie das insgesamt zu einer Einsparung geführt habe, seien die Voraussetzungen für eine Umlage nicht zu prüfen und sie könne deswegen nicht genehmigt werden, hieß es im Urteil. Wenn eine energetische Sanierung durch gegenteilige Maßnahmen aufgehoben werde, rechtfertige das keine Mieterhöhung.