Die Mitglieder der VDMA Fachgruppe Baumaschinen sind zuversichtlich, was die Zukunft angeht. Die Branchenvertreter erwarten nur einen leichten Umsatzrückgang.

Im Januar tagte die Fachgruppe, um operative Themen und Projekte für das kommende Jahr zu besprechen. Wirtschaftlich gesehen befindet sich die Branche immer noch auf dem Rekordniveau von 2018. Der Branchenumsatz entspricht, entgegen dem vermuteten Wachstum von drei bis fünf Prozent, dem Vorjahreswert. Der zyklische Abschwung setzte schon früh mit den Straßenbaumaschinen ein. Diese verzeichneten im Auftragseingang einen Rückgang um 21 Prozent und brachten so zwölf Prozent weniger Umsatz ein. Für die Hersteller am Produktionsstandort Deutschland übertraf der Inlandsumsatz von 4,3 Milliarden Euro jedoch alle Erwartungen. Der Exportumsatz ging mit acht Milliarden Euro um etwa ein Prozent zurück. Der Nahe und Mittlere Osten schneidet mit minus 25 Prozent vor allem wegen der Türkei sehr schlecht ab, für 2020 erwartet die Branche dort keine Erholung. Auch in Russland ist trotz eines Plus von fünf Prozent kein Boom zu erwarten.

Vertreter rechnen mit Minus von drei bis fünf Prozent

Wegen der Entwicklung des Branchenumsatzes rechnen die Vertreter der Baumaschinenhersteller am Produktionsstandort Deutschland mit einem Minus von insgesamt drei bis fünf Prozent für dieses Jahr. „Wir sind immer noch auf einem Allzeithoch trotz der Baumaschinen und Baustoffanlagen Trendwende. Wir sehen eine gesunde Entwicklung, weil es keine großen Schwankungen, sondern nur einen moderaten Rückgang gibt. Dabei entwickeln sich die einzelnen Sparten nicht gleichmäßig“, fasste Franz-Josef Paus, Vorsitzender des Fachverbands Baumaschinen und Baustoffanlagen die Situation zusammen. Insgesamt bleibe die Bauindustrie in Deutschland und Europa stabil. Optimismus schöpfen Hersteller vor allem aus den Herausforderungen, die mit dem Klimawandel und den europäischen Klima- und Umweltzielen verbunden sind. Diese Herausforderungen können die Hersteller mit neuen angebotenen Lösungen bewältigen. „Solange es Menschen gibt, wird gebaut werden. Die Branche ist stark und bietet Lösungen für ein nachhaltiges Wirtschaften. Die Baumaschinenhersteller nehmen die Herausforderungen an und sehen sie als Chance, ihren Beitrag zum Erreichen der Klima- und Umweltziele zu leisten und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern durch neue Technologien“, betonte Joachim Strobel, Vorsitzender der Fachgruppe Baumaschinen im VDMA.