Der Dachdecker-Verband ZVDH meldet: Seit dem 1. Februar gilt für alle Dachdeckerunternehmen, die in Deutschland tätig sind, der neue Mindestlohn als allgemeinverbindlich.

Die Verordnung läuft bis zum 31. Dezember. Für ungelernte Arbeitnehmer beträgt der Mindestlohn 1 zunächst 12,40 Euro und steigt ab dem 1. Januar 2021 auf 12,60 Euro die Stunde. Für Gesellen, also gelernte Arbeitnehmer, beträgt der Mindestlohn 2 erst einmal 13,60 Euro, zum 1. Januar 2021 gibt es dann 14,10 Euro pro Stunde. Der Grund dafür, dass der Vertrag nun allgemeinverbindlich ist, liegt darin, dass der Tarifvertrag nun auch für nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer gilt. Und somit betrifft er alle – sowohl in- als auch ausländische – Dachdeckerunternehmen, die in Deutschland tätig sind. „Uns ist durchaus bewusst, dass wir mit einem Mindestlohn von über 14 Euro ab 2021 deutlich oberhalb des gesetzlichen Minimums liegen. Auf der anderen Seite steht das Dachdeckerhandwerk in Konkurrenz um Fachkräfte und Auszubildende. Und hier müssen wir auch finanzielle Anreize setzen, sonst laufen unsere umfangreichen Bemühungen um Nachwuchs ins Leere“, kommentierte Verbandspräsident Dirk Bollwerk im vergangenen August das Ergebnis der Tarifverhandlungen. „Wir wissen alle, dass Dachdecker-Arbeiten anspruchsvoll sind, wir neue Herausforderungen meistern müssen und auch von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarten wir qualitativ hochwertige Leistung.“