Frankreich setzt radikal auf Nachhaltigkeit: Ab 2022 müssen alle öffentlichen Neubauten mindestens zu 50 Prozent aus Holz oder anderen nachhaltigen Materialien bestehen.

Als Vorzeigeprojekt für dieses Vorhaben fungieren die geplanten Bauten für die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Denn die Anforderungen an die Nachhaltigkeit sind hoch. Das geht aus einem Bericht auf dem Newsportal GCR hervor. So sollen beispielsweise Gebäude mit mehr als acht Stockwerken vollständig aus Holz bestehen. „Wenn es für die Olympischen Spiele möglich ist, sollte dies auch für andere Bauten der Fall sein“, sagt Wohnungsminister Julien Denormandie. „Ich fordere alle öffentlichen Stellen, die die Entwicklung verwalten, auf, ihre Gebäude aus Material zu errichten, das zu mindestens 50 Prozent aus Holz oder anderem Material aus biologischem Anbau besteht.“ Die Nachhaltigkeitspläne erstrecken sich allerdings nicht nur über den Holzbau. Auch soll Paris rund 100 Urbane Farmen erhalten, die ersten 30 Projekte sollen bereits diesen Sommer feststehen. Hierzu sagt der Wohnungsminister: „Als Vater ziehe ich es vor, dass das, was auf den Tellern meiner Kinder landet, aus der Region stammt, anstatt vorher mit dem Flugzeug importiert zu werden.“ Des Weiteren sollen 90 Öko-Quartiere entstehen, die Organisation hierbei übernimmt die neugegründete Nachhaltigkeitsorganisation „France Ville Durable“.