Acht von zehn Mittelständlern brauchen Mitarbeiter, die sich mit neuen digitalen Technologien auskennen. Dabei kann nur ein Drittel diesen Bedarf überhaupt decken.

Zwar könnte Weiterbildung diese Lücke füllen, doch nur die wenigsten Unternehmen können sich die hohen Kosten und den Arbeitsausfall dafür leisten. E-Learning bietet sich hier als Alternative an. Das sind unter anderem die Kernergebnisse einer Sonderumfrage des KfW zur Digitalisierung des Mittelstandes. So führen immer mehr kleine und mittlere Unternehmen Digitalisierungsprojekte durch. Digitale Prozesse kommen also zunehmend in Prozessen, Produkten und in der Kommunikation vor. Durch die mangelnden Kompetenzen der Mitarbeiter werden die Fortschritte in dem Gebiet aber oftmals ausgebremst. Ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen kann den Bedarf an digitalem Knowhow und Fähigkeiten aktuell nicht decken, heißt es. 38 Prozent der Firmen sahen 2019 fehlende Kenntnisse des Personals als Digitalisierungshürde, so die Forscher der KfW. Zwei Jahre zuvor betrug dieser Anteil noch 29 Prozent. Und dabei ist mittlerweile für acht von zehn Mittelständlern in Deutschland mindestens eine Digitalkompetenz von Bedeutung.

Digitale Endgeräte in Arbeitsalltag integriert

78 Prozent der befragten Mittelständler gaben an, einen großen Bedarf an der Bedienung von Standardsoftware und digitalen Endgeräten zu haben. Onlinekompetenzen wie zum Beispiel Internetrecherchen, Onlinemarketing oder der Umgang mit sozialen Medien sind für die Hälfte der Mittelständler von großer Bedeutung. 45 Prozent finden außerdem die Bedienung von Spezialsoftware oder digitalen Produktionsmaschinen wichtig und immerhin 24 Prozent der mittelständischen Unternehmen benötigen Mitarbeiter mit fortgeschrittenen Digitalkompetenzen wie Programmieren oder statistischer Datenanalyse. Die Hürde, neue Mitarbeiter für diese Kompetenzen zu rekrutieren, ist für kleine Unternehmen besonders hoch. Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, rät auf digitale Lernformate zu setzen. Sie seien sind in den letzten Jahren technisch und didaktisch besser geworden und könnten so die berufliche Weiterbildung in Deutschland beleben. „E-Learning ermöglicht flexibles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen – damit passt es besonders gut zu den Anforderungen kleiner Unternehmen.“