Wegen der mittlerweile zahlreichen Förderungsmöglichkeiten von Sanierungsmaßnahmen steigt die Nachfrage nach Dachdeckern. Darauf ist das Dachdeckerhandwerk vorbereitet.

Seit der Vereinbarung des Klimaschutzpaketes 2030 ist die steuerliche Förderung von energetischen Gebäudesanierungen beschlossene Sache. Seit dem 1. Januar 2020 können Hausbesitzer dieses Angebot in Anspruch nehmen. „Wir haben ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber dann hat der Bundesrat mit seiner Zustimmung doch noch den Weg frei gemacht für mehr Klimaschutz“, sagt Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). „Eigenheimbesitzer können sich jetzt über Steuervorteile freuen und Dachdecker über Aufträge, die nicht nur den Geldbeutel füllen, sondern unser Gewerk zu einem wichtigen Erfüller des Klimaschutzprogramms machen.“ Bollwerk fordert nun, schnell die konkreten Förderbedingungen zu formulieren. Wichtig sei vor allem, dass der Gesetzgeber keine „nutzlose Zeit für Bürokratie“ vergeude. Er betont, dass die Betriebe auf die wahrscheinlich steigende Nachfrage vorbereitet sind: „Das Dachdeckerhandwerk steht jedenfalls bereit, für besser gedämmte Häuser zu sorgen.“

Auch KfW-Fördermittel werden aufgestockt

Der ZVDH begrüßt vor allem die Aufstockung der KfW-Fördermittel im Bereich Energieeffizienz von Gebäuden – so soll der Kreditbetrag für Wohngebäude ab dem 24. Januar um 20.000 auf 120.000 Euro steigen. Außerdem erhöht sich für Nicht-Wohngebäude der Tilgungszuschuss bei der Sanierung zum Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards um zehn Prozent. „Auch das wird helfen, den hohen Energieverbrauch vor allem älterer Gebäude zu senken. Optimal wäre es, pro Jahr zwei Prozent des Gebäudebestands zu sanieren. Klingt wenig, ist aber schon eine enorme Herausforderung.“ Zu insgesamt förderfähigen Sanierungsmaßnahmen gehören neben der Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken auch die Erneuerung von Fenstern, Außentüren, Heizungs- und Lüftungsanlagen und auch der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung.