In Brüssel wurden die Sustainable Europe Investment Plans als Teil des European Green Deals vorgestellt. So werden bis 2030 jährlich rund 100 Milliarden Euro gebraucht.

Auf diese Zahlen kommt der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) nach Errechnung des Bedarfs. „Die Ziele des Green Deal für den Gebäudesektor formulieren eine gewaltige Aufgabe, bei der alle Akteure an einem Strang ziehen müssen“, resümiert ZIA-Vizepräsident Jochen Schenk. „Wichtig ist, dass alle Nutzungsarten berücksichtigt werden und der Blick nicht bei Wohnimmobilien aufhört.“ Des Weiteren fallen weitere Kosten in Höhe von jährlich bis zu 34 Milliarden Euro an. Die tatsächliche Höhe kommt auf das Szenario und die angestrebte CO2-Reduktion an. Laut der dena-Gebäude­studie sind bei einer CO2-Reduktion von 80 beziehungsweise 95 Prozent mit einem Technologiemix zusätzlich Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro jährlich erforderlich. Wenn man diese Ziele nur mit Elektrifizierung erreichen möchte, könnte sich dieser Wert auf 30 bis 34 Milliarden Euro erhöhen.

Private Investitionen sind der Schlüssel

„Angesichts dieser Zahlen ist das private Engagement der Schlüssel, um die Klimaziele zu erreichen“, konstatiert Herr Schenk. „Es ist daher nur folgerichtig, dass die Kommission die hohe Bedeutung von privaten Investitionen berücksichtigt. Damit der Kapitalmarkt seiner Lenkungswirkung auch gerecht werden kann, braucht es intelligente und marktgerechte Regelungen, die bei allen weiteren politischen Vorhaben im Vordergrund stehen müssen – insbesondere bei der anstehenden Überprüfung der aktuellen Kapitalmarktregulierung, aber auch bei der Einführung neuer Bankenregeln aus Basel.“ Im Sustainable Europe Investment Plan wird von der Europäischen Kommission festgelegt, welcher Kapitelbedarf für neue Technologien und klimaschutzfreundliche Projekte aus welchen Quellen nötig ist. Dabei ist es ein Ziel der Kommission, bis 2030 öffentliche und private Investitionen in Klimaprojekte von mindestens einer Billion Euro zu mobilisieren. Verglichen mit anderen Sektoren seien im Gebäudesektor die höchsten Investitionen erforderlich. Hier seien zusätzliche Investitionen in Höhe von etwa 120 Milliarden Euro für Wohngebäude und 75 Milliarden Euro für Gebäude der öffentlichen Hand und des Dienstleistungssegments notwendig, um die Energie- und Klimaziele für 2030 zu erreichen.

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