Berichten zufolge soll der finnische Kone-Konzern 17 Milliarden Euro für die Aufzugsparte von thyssenkrupp geboten haben. Doch viel Geld allein reicht thyssenkrupp nicht.

„Angebotshöhe allein reicht nicht“, kommentierte der nordrhein-westfälische IG Metall-Chef Knut Giesler dieses Angebot. „Es muss ein sicherer Deal, eine sichere Transaktion sein für den verbleibenden Rest des Thyssenkrupp-Konzerns und es müssen Sicherheiten sein für die Beschäftigten im Bereich Elevator.“ Giesler ist außerdem auch stellvertretender Aufsichtsratschef von thyssenkrupp Elevator und führt die Verhandlungen auf Seiten der Arbeitnehmer. Kone selbst hat das Angebot von 17 Milliarden Euro öffentlich nicht bestätigt, teilte aber mit, dass sich der tatsächliche Wert des Angebots nah an den in Medienberichten veröffentlichten Zahlen bewegt. Allerdings sei das Angebot noch unverbindlich und könne sich bei tatsächlichen Verhandlungen noch ändern. Um über ein Angebot nachzudenken, müsse Kone erstmal ein schlüssiges Konzept vorlegen, betonte Giesler. Er könne sich angesichts der Katellhürden keinen schnellen Abschluss vorstellen. Mit einer Entscheidung rechnet der Berater des Aufsichtsrates gegen Ende Februar. „Bei denen, die Angebote gemacht haben, ist Hitachi dabei“, berichtete Giesler. Wenn es nach ihm ginge, würde er einen strategischen Investor ebenso nehmen wie einen Finanzinvestor. Zudem würde er sich die Möglichkeit eines Börsengangs offenhalten. „Je mehr Möglichkeiten ich habe, desto besser. Das ist ein wunderbares Zockerspiel gerade und ich gebe doch meine Karten nicht frühzeitig aus der Hand.“ Kone sei zwar interessiert, jedoch nicht an einem Minderheitsanteil, hatte Vorstandschef Henrik Ehrnrooth auf einer Bilanzpressekonferenz gesagt. Ein Zusammenschluss würde beiden Firmen Vorteile bringen.