Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) erwartet für das neue Jahr einen Nachfragesprung. Die Investitionsanreize für Verbraucher hätten sich mit dem Jahreswechsel verbessert.

Dazu wird unter anderem auch der zu erwartende Heizkostenanstieg beitragen, der Ende 2019 gemeinsam mit der CO2-Bepreisung beschlossen wurde. „Hohe Abwrackprämien und attraktive solare Steueranreize bei absehbar steigenden CO2- und Heizkosten – das dürfte selbst die letzten Modernisierungsmuffel hinterm Ofen hervorlocken“, freut sich BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Am 20.12.19 wurde die Einführung der CO2-Bepreisung im Wärmesektor erfolgreich vom Bundestag und Bundesrat beschlossen. Nach Einschätzungen des BSW werden demnach die Heizkosten um etwa 20 bis 30 Prozent steigen. Um dem daraus folgenden Druck des Modernisierungsstaus etwas entgegenzuwirken, bezuschusst die Bundesregierung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowohl den Austausch alter Heizungen durch ein effizientes solar unterstütztes Gasbrennwertsystem mit 30 Prozent als auch den Fall eines Ölkesselaustausches mit 40 Prozent der Investitionskosten. Alternativ können über drei Jahre 20 Prozent der mit einer solaren Heizungsmodernisierung verbundenen Kosten von der Steuer abgezogen werden. In Deutschland gelten zurzeit noch weit über zehn Millionen Heizungen als ineffizient und veraltet, 4,8 Millionen Heizungen werden außerdem noch mit Öl beheizt. 2,4 Millionen Heizungen (Stand 2018) allerdings nutzen bereits Solarkollektoren für eine klimafreundliche Warmwasser- oder Raumwärmebereitstellung.