Mobil eingeschränkte Senioren können sich bei ihren altersgerechten Umbauvorhaben bald auf mehr Förderung freuen. Dafür stehen nun 25 Millionen Euro mehr zur Verfügung.

Die Mittel für die Förderung können dazu ab sofort bei der KfW beantragt werden. Die Politik möchte vor allem Menschen fördern, die sich nur eingeschränkt mobil bewegen können. Man unterstützt damit, dass die Betroffenen ihre Wohnungen barrierefrei gestalten und sie so länger an ihrem Wohnort bleiben können. Zuständig für die Entscheidung war das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Zum Jahreswechsel tritt die Aufstockung in Kraft. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte, dass niemand mehr aus seiner gewohnten Umgebung ausziehen müsse, nur weil die Räumlichkeiten nicht altersgerecht gestaltet seien. Der bisher dazu zur Verfügung stehende Betrag von 75 Millionen Euro wurde um ganze 25 Millionen auf 100 Millionen Euro aufgestockt. „Die hohe Nachfrage nach KfW-Zuschüssen für die Barrierereduzierung zeigt die große Relevanz der Förderung”, erklärt Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. „Ich freue mich, dass wir das Produkt nun mit höheren Mitteln fortführen können und dadurch noch mehr Menschen in Deutschland in Wohnkomfort investieren und sich einen längeren Verbleib in der gewohnten Umgebung sichern können.“

Um wie viel Geld geht es?

Bauliche Maßnahmen werden mit bis zu 6.250 Euro gefördert. Damit sollen Barrieren im Wohnbestand reduziert und gleichzeitig die Sicherheit erhöht werden. In den vergangenen zehn Jahren wurden so rund 410.000 Wohneinheiten mit einem Volumen von 3,85 Milliarden Euro durch die Förderung umgebaut. Allein 2019 sind fast 400 Millionen Euro auf 63.000 Wohneinheiten entfallen. Die häufigsten Umbauten sind das Beseitigen von Türschwellen, der Einbau von bodengleichen Duschen sowie der Einbau von Aufzügen. Rund zehn Prozent an Zuschüssen der förderfähigen Kosten werden von der KfW geleistet. Der Höchstbetrag liegt bei 5.000 Euro. Wird ein Haus zum „Altersgerechten Haus“ umgebaut, so werden 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten von der KfW erstattet. Der Höchstbetrag liegt hier bei 6.250 Euro. Den Zuschuss können private Mieter und Bauherren sogar online beantragen. Eine Zusage sollen die Beantragenden innerhalb weniger Minuten bekommen.