Statistiken zeigen: Der Energieverbrauch beim Heizen bleibt seit Jahren in etwa gleich. Auch die Sanierungsrate stagniert weiter. Grund dafür sind fehlende Anreize.

Zum Erreichen der Klimaziele wäre normalerweise eine Sanierungsrate von 1,5 Prozent nötig. Entgegen dieser Vorsätze stagniert sie allerdings weiter bei etwa einem Prozent. Als Grund dafür sieht die Deutsche Energie-Agentur (dena) vor allem fehlende Anreize für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien. Wenn es so weiter geht wie bisher, werden die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich nach Schätzungen der dena im Jahr 2030 um bis zu 28 Millionen Tonnen über dem angestrebten Wert von 70 bis 72 Millionen Tonnen liegen. Das neu beschlossene Klimapaket soll diesen Stillstand nun beenden. Experten fordern allerdings, dass die angestrebten Änderungen rasch umgesetzt werden müssen. Ansonsten treiben Hauseigentümer nicht rasch genug Sanierungen voran und warten wegen Unsicherheit eher ab.

Erschreckend ist außerdem der Energieverbrauch im Jahr 2017. So überstieg dieser mit insgesamt 870 Terrawattstunden sogar knapp das Niveau von 2010 mit 865 Terrawattstunden! Auch gestiegen sind die Heizölpreise im Jahr 2018, weshalb die Energiekosten insgesamt angestiegen sind. Hinzu kommt der zunehmende Absatz von Klimaanlagen. So ist die Anzahl an verkauften Klimageräten von 120.000 im Jahr 2009 auf 200.000 im Jahr 2018 gestiegen. Hausbesitzer, die einen hohen Heizenergieverbrauch beobachten, sollten die zuletzt beschlossenen Anreize, die zunächst nur auf zehn Jahre begrenzt sind, nutzen und ihr Wohneigentum somit auf einen besseren energetischen Stand bringen. Ob mit einer neuen klimafreundlichen Heizung oder einer schrittweisen Dämmung des Gebäudes, hängt vom Gebäudetyp ab. Fakt ist allerdings, dass sich durch solche Sanierungsmaßnahmen enorm viel Geld sparen lässt.