Aufgrund der Ergebnisse aus einer neuen Messung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) berichtet der Verband von einem weiterhin guten Klima in der Photovoltaik-Branche.

„Die vom Bundeskabinett im Klimaschutzpaket beschlossene Abschaffung des 52-Gigawatt-Förderdeckels sorgt für Zuversicht. Die Unternehmen verlassen sich darauf, dass die Marktöffnung für Solardächer wie versprochen noch in diesem Jahr erfolgt. Wir erwarten eine schnelle Anhebung der Photovoltaik-Ausbauziele und Zielkorridore im Erneuerbare-Energien-Gesetz“, fasst BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig die Ergebnisse anlässlich der diesjährigen BSW-Mitgliederversammlung in Berlin zusammen. Im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms hatte die Bundesregierung beschlossen, bis 2030 die installierte Solarstromleistung auf rund 100 Gigawatt zu verdoppeln. Marktforscher und Branchenverbände sind sich allerdings einig, dass diese Marke bereits Mitte der 2020er Jahre erreicht werden müsste. Denn der Atom- und Kohleausstieg fordert eine höhere Stromerzeugung auf anderen Wegen. Dass Solarenergie und -technik bei der Bevölkerung sehr akzeptiert und vergleichsweise preiswert geworden ist, kommt den Klimaschutzzielen dabei zugute.

Förderung von neuen Solaranlagen auf Hausdächern gefordert

Der BSW fordert, dass angemessene Ausbauziele weiter gefördert und dass weitere Marktbarrieren abgebaut werden. Die Streichung der EEG-Umlage auf selbst verbrauchten oder direkt gelieferten Solarstrom für Miet- und Gewerbequartiere steht dabei seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmer. „Die Diskriminierung solarer Selbst- und Direktversorger muss jetzt beendet werden“, fordert Herr Körnig. In einer Umfrage des BSW aus dem vergangenen Februar wird außerdem deutlich, was die Bundesbürger fordern: Ganze 71 Prozent wünschen sich, dass neue Solaranlagen auf Hausdächern gefördert werden. Im Bereich der Solarwärme kommen die Klimaschutzpläne der Bundesregierung ebenfalls gut an. „Wichtig ist auch hier, Ankündigungen wie zum Beispiel die Abwrackprämie für Ölheizungen oder die steuerliche Förderung von Solarheizungen schnell umzusetzen, damit geplante Investitionen nicht hinausgezögert werden“, so der BSW-Hauptgeschäftsführer. „Es ist höchste Zeit, dass auch in den Wärmesektor mehr Modernisierungsdynamik kommt und das große Potenzial der Solarthermie in der Raum-, Prozess- und Fernwärme deutlich stärker genutzt wird.“