Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen weiterhin rückläufige Zahlen bei den Baugenehmigungen im Wohnungsmarkt. Schuld daran sei die Zunahme der Regulierungen.

Die Bauindustrie klagt über die momentan niedrigen Zahlen der Baugenehmigungen. So haben die vielen Regulierungen und unter anderem auch der stark diskutierte Mietendeckel den Investitionen stark geschadet. Darunter leide vor allem der Wohnungsbau, da weiterhin nichts gegen die Wohnungsnot unternommen werden kann. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 3,4 Prozent weniger Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt worden – das entspricht etwa 4.660 weniger Wohnungen, die entstanden sind. Insgesamt wurden 130.680 neue Wohnungen genehmigt. In Berlin liegt der Einbruch bei satten 21,1 Prozent. Daran ist vor allem der geplante Mietendeckel Schuld.

Viele Investoren stellten ihre Investitionen wegen des Beschlusses zurück. Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) betont, dass sich diese Situation nach Inkrafttreten des Deckels nicht verbessern wird. Auch würde kein neuer Wohnraum entstehen, wenn es Gesetze zur Begrenzung von Mieten gibt.

Berlin braucht neue Wohnungen

Die Initiative des Bundes, über die bundeseigene Anstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Berlin rund 2.500 Wohnungen zu errichten, begrüßt der HDB. Insgesamt sei im gesamten Bundesgebiet der Neu- und Umbau von rund 258.000 Wohnungen genehmigt worden. Das entspricht einem Rückgang von 1,9 Prozent beziehungsweise 4.940 Wohnungen. Zwar gab es im September 3,4 Prozent mehr Genehmigungen, an der schlechten Entwicklung ändere dies allerdings nichts. Sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen, wird in Zukunft noch weniger bezahlbarer Wohnraum entstehen, obwohl dieser bitter benötigt wird. Die Ballungsgebiete können früher oder später nicht mehr mit der hohen Nachfrage an Wohnraum mithalten.