Die Anzahl an Auszubildenden im Bauarbeitsmarkt steigt weiter an. Die steigende Zahl der Lehrlinge liegt vor allem an immer mehr Ausbildungsstellen im Hoch- und Tiefbau.

Das große Stellenangebot zeichnet sich vor allem durch duale Ausbildungsstellen im Baugewerbe aus. Der positive Trend der letzten Jahre setzt sich weiterhin fort. Die Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-Bau) melden unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein weiterhin hohes Niveau für die Gesamtzahl der Auszubildenden in der Bauwirtschaft. Im Hochbau ist die Zahl der gemeldeten Stellen um ganze sechs Prozent gestiegen. Im Tiefbau liegt der Anstieg sogar bei 8,5 Prozent. Insgesamt ist die Zahl der Ausbildungsstellen in Deutschland dahingegen nur um rund ein Prozent gestiegen. Möglich ist das große Angebot an freien Ausbildungsstellen vor allem durch die umlagefinanzierte Ausbildungsförderung in der Baubranche.

Baubranche profitiert von Arbeitskräften aus Flüchtlingsländern

Eine hohe Zahl der Bewerber für einen Ausbildungsplatz kommt aus den Flüchtlingsherkunftsländern, wovon die Baubranche stark profitiert hat. Laut Angaben der Arbeitsagentur lag die Zahl der Geflüchteten, die sich um einen Ausbildungsplatz beworben haben, auf Vorjahresniveau. Leider konnten wegen des hohen Bedarfs an Fachkräften und den somit unzähligen neu geschaffenen Ausbildungsplätzen umso mehr Plätze gar nicht besetzt werden. Im September sind das rund 2.300 Plätze, was rund 15 Prozent der fast 16.000 Ausbildungsstellen im Hoch- und Tiefbau ausmacht. Branchenübergreifend ist der Ausbildungsmarkt jedoch ausgeglichen, seit dem Jahr 2002 ist die Gesamtzahl der Azubis mit 39.200 sogar auf einem Höchststand. Die Jobbörse der SOKA-Bau hilft Betrieben kostenlos dabei, ihre freien Stellen zu besetzen. Für die Zukunft ist solche Hilfe und auch eine kostenmäßige Entlastung sehr wichtig, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.