Im Rennen um Thyssenkrupp Elevator sind Insidern zufolge noch etwa 10 Interessenten dabei. In den nächsten vier Wochen dürften die ersten Angebote für die Sparte stehen.

Nachdem der angeschlagene Industriekonzern vor wenigen Wochen den Verkauf seiner Aufzugssparte bekanntgab, hat Thyssenkrupp nun tiefergehendes Info-Material an die interessierten Unternehmen verschickt. Als direkte Konkurrenten seien nach Insider-Angaben der finnische Aufzughersteller Kone und der japanische Hitachi-Konzern dabei. Andere bekannte Namen sind die Finanzinvestoren Brookfield und Hellman & Friedman. Nachdem sie das Material erhalten haben, haben sie in der Regel etwa vier Wochen Zeit, um ein Gebot einzureichen. Die Anfrage auf eine Stellungnahme vom manager magazin lehnten die Unternehmen ab. Kone ist seit vielen Jahren an der Aufzugsparte von Thyssenkrupp interessiert. Um Kartellhürden zu umgehen, gehe Kone sogar Partnerschaften mit Finanzinvestoren ein. Auch könnte Kone einige Geschäfte in Europa abstoßen, bei denen es nach einer Übernahme zu große Überschneidungen geben könnte.

Seit über 200 Jahren gibt es Thyssenkrupp bereits. Steigende Verluste und Schulden trieben das Unternehmen in eine große Krise, weshalb die Aufzugsparte verkauft werden soll. Neben dem Verkauf überprüft das Unternehmen auch einen Börsengang. Den Gesamtwert der Sparte schätzt ein mit der Situation vertrauter Insider laut manager magazin auf etwa 15 Milliarden Euro.