Ein junges Start-up betreibt Recycling auf einem ganz neuen Niveau: Feuerfestes Dämmmaterial aus Industriemüll könnte viele Probleme der Zukunft nachhaltig lösen.

FenX AG nennt sich die junge Firma aus Zürich, die auf Basis von Forschungsergebnissen ein neuartiges Dämmmaterial entwickelt hat. Aus industriellem Abfall, der bei der industriellen Güterverarbeitung entsteht, kann das Start-up kostengünstig und nachhaltig Dämmstoff herstellen. Momentan passiert das in einem großen Küchenmixer, da keine speziellen Geräte und neben der Geheimzutat für die Herstellung nur Wasser und der industrielle Abfall benötigt werden. Dadurch entsteht ein sehr poröser Schaumstoff, der sich kurze Zeit später zu einem besonders leichten und effektiven Dämmmaterial verfestigt. Die Geheimzutaten sind das Ergebnis einer jahrelangen Forschung der vier Firmengründer. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Dämmstoffen belaufen sich vor allem auf den Faktor der Nachhaltigkeit, denn: Steinwolle und Styropor sind nicht nur leicht brennbar, sondern auch noch künstlicher Natur. Anders als Flachs und Holzfaser, welche in der Produktion allerdings um einiges teurer sind.

Noch einige Herausforderungen zu meistern

Bevor der neuartige Stoff an den Mann kann, muss sich das junge Unternehmen noch einigen Herausforderungen stellen. Zum einen reicht ein Küchenmixer allein nicht aus, um mit dem Produkt auf den Markt zu treten – es muss also noch viel an der Produktionskapazität gearbeitet werden. Um in einer größeren Fabrik herstellen zu können, muss eine Fabrik her. Und dafür braucht das Unternehmen einen Partner. Laut dem Geschäftsführer, legen die Chancen, einen solchen Partner zu finden, momentan aber sehr hoch. Auch die bisherige Resonanz zu dem an der Hochschule ETH Hönggerberg entwickelten Schaumstoff ist sichtbar positiv und es sind bereits einige neue Pilotprojekte in Entwicklung, an denen die FenX AG arbeitet.