Der Sakret Trockenbaustoffe Europa wurde untersagt, weiterhin Vertriebsaufgaben für ihre Gesellschafter zu übernehmen. Jetzt strukturiert sich das Unternehmen um.

Mitte September kam die Absage des Bundeskartellamts gegenüber der Sakret Trockenbaustoffe Europa GmbH & CO. KG. Damit untersagt die Behörde dem Unternehmen, weiterhin gewisse Vertriebsaufgaben für seine Gesellschafter und Unterlizenznehmer zu übernehmen. Schnell reagierte der Geschäftsführer der Sakret Europa, Peter Aping, auf die Veröffentlichung des Bundeskartellamtes: „Wir kooperieren seit vielen Jahren mit den Kartellbehörden in Deutschland, um eine geeignete Lösung für die Zusammenarbeit in der Sakret-Gruppe zu finden. Wir unterstützen seit jeher den Wettbewerb, denn in diesem Wettbewerb können wir mit der Qualität unserer Produkte überzeugen. Um aber die Sakret-Gruppe in die Zukunft zu führen, wollen wir uns in den kommenden Wochen organisatorisch neu aufstellen.“ Zu Sakret Europa gehören mittlerweile fünf rechtlich selbstständige Unternehmen. Diese Zusammenarbeit sieht das Bundeskartellamt kritisch, eine Fortführung des Sakret Vertriebssystems nach einer Umgestaltung würde die Behörde allerdings gutheißen. Mit 13 Werken in Deutschland und 26 in Europa gehört das Unternehmen mit seinen Partnerunternehmen zu den führenden Anbietern von Trockenbaustoffen. Die anteiligen Unternehmen im Sakret-Verbund profitieren neben geschäftspolitischer und unternehmerischer Freiheit außerdem von der Ausstrahlung der Marke.