Schon seit vielen Jahren fordert das Handwerk eine steuerliche Förderung für die Gebäudesanierung. Die neuen Maßnahmen der Koalition sehen das nun endlich vor.

Das Dachdeckerhandwerk freut sich über die neuen verabschiedeten Maßnahmen zum Klimaschutz durch die Koalition, denn: Ab 2020 sollen Fördermittel für selbst genutztes Wohneigentum eingeführt werden. Dabei sollen durch einen Abzug bei der Steuerschuld alle Gebäudebesitzer unabhängig vom Einkommen von dieser Maßnahme profitieren. Diese steuerlichen Vorteile sollen vor allem beim Einbau neuer Fenster und bei der Dach- und Fassadendämmung zum Tragen kommen. Aber auch Einzelmaßnahmen, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als förderwürdig eingestuft wurden, sollen durch diese Maßnahme gefördert werden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn alte Fenster durch Wärmeschutzfenster ersetzt werden. Hier kann die Steuerschuld verteilt über drei Jahre um 20 Prozent gemindert werden.

„Bundesförderung für effiziente Gebäude“

Mit diesen neuen Fördermitteln kann ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. „Endlich wird die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung eingeführt”, freut sich ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk. „Die vorgestellten Maßnahmen setzen die richtigen Anreize, sofern sie denn zügig und verlässlich umgesetzt werden.” Bollwerk ist der Überzeugung, dass mit den Arbeiten vom Dachdeckerhandwerk ebenfalls ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz geleistet werde. Alle Dachdecker würden mit ihrer Kompetenz dahinter stehen, zu den Klimaschutzzielen beizutragen. „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ heißt das neue Konzept, mit dem die bisherigen Förderprogramme optimiert und gebündelt werden. Nach diesem Konzept reicht es aus, einen entsprechenden Antrag für Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien zu stellen. Außerdem sollen bei umfassenden Sanierungen die bisherigen Fördersätze um 10 Prozent-Punkte erhöht werden. Im Rahmen der KfW-Förderung will man die Investitionen weiterer Adressaten durch Zuschüsse fördern.