Mit einer Mehrheit von knapp 93 Prozent wurde Frank Werneke zum neuen Vorsitzenden der Gewerkschaft gewählt. In seinem Amt will er neue Probleme bekämpfen.

Fast 1.000 Delegierte trafen beim Ver.di-Bundeskongress die Entscheidung über einen Nachfolger zum Vorsitzenden. Mit 92,7 Prozent stimmten sie für Frank Werneke. Er löst seinen Vorgänger Frank Bsirske ab, der seit 2001 im Vorsitz war und zur neuen Wahl nicht angetreten ist. „Ich bin stolz und mit Stolz Gewerkschafter, weil ich ganz persönlich erlebt und erfahren habe, dass durch gemeinsames Handeln, dass durch gemeinsame Kämpfe die Arroganz der Macht überwunden und gebrochen werden kann“, sagte Werneke. Auch möchte er in seinem neuen Amt nun den Kampf gegen Niedriglohn, Altersarmut und befristete Jobs aufnehmen. Zur neuen Vizechefin wurde mit 91,1 Prozent Christine Behle gewählt. Im Vizeamt bestätigt wurde Andrea Kocsis mit 91,5 Prozent. Bisher war Werneke stellvertretender Ver.di-Chef und dort für den Fachbereich Medien, Kunst und Industrie zuständig. Seit 1982 ist er außerdem SPD-Mitglied. Wichtige Themen in seiner Amtszeit werden rückläufige Mitgliederzahlen und die Stärkung der Tarifbindung in den Branchen sein.