Das Graphen-basierte Kinetic Energy Recovery System (KERS) ist in einer Reihe von öffentlichen Gebäuden im Einsatz und kürzt den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent.

Der Anbieter von Graphen-basierten Ultrakondensatoren und Energiespeichersystemen für Transport- sowie Netzanwendungen, Skeleton Technologies und das spanische Unternehmen Epic Power sind eine Partnerschaft eingegangen. Heraus kam ein System, das den Stromverbrauch von Aufzügen um bis zu 50 Prozent senken kann. Aufzüge könnten rein theoretisch sowohl bei der Abfahrt mit Last als auch bei Auffahrt der leeren Aufzugkabine über den Aufzugmotor Energie gewinnen. Da aber üblicherweise ein Bremssystem eingesetzt wird, verpufft diese Energie ungenutzt.

Konventionell ist die Energierückführung in das Netz nur über einen Frequenzrichter möglich. Das Kinetic Energy Recovery System (KERS), das unter anderem von Skeleton Technologies entwickelt wurde und angeboten wird, hat die perfekte Lösung dafür. Das KERS lässt sich sowohl bei neuen als auch bei schon etwas älteren Bestandsanlagen installieren. Systeme mit einer Leistung von 15KW reichen in der Regel aus. Für Wohnhäuser reicht eine Leistungsaufnahme von 500W aus, sie benötigen normalerweise keine Dreiphasenanlage und kein USV für den Notfall. Sollte es zu einem Stromausfall kommen, reichen die Batterien für bis zu 100 Fahrten aus. Optional lassen sich aber auch Solar Paneele installieren, die vier 12-Volt Batterien mit Energie versorgen. „Rund 640 000 installierte Aufzüge zur Personenbeförderung und 110.000 Lastenaufzüge sind – Stand 2017 – in Deutschland in Betrieb. Jährlich kommen ca. 20.000 Anlagen hinzu.“, erklärt Taavi Madiberk, CEO von Skeleton Technologies, und ergänzt: „Selbst bei vorsichtiger Schätzung kommt man so auf mehrere Millionen Aufzugfahrten pro Tag – ein enormer Energiebedarf der mit modernen Speichersystemen unterstützt werden sollte.“