Wegen der fortschreitenden Digitalisierung sah sich das Elektrohandwerk gezwungen, die Ausbildungsinhalte zu überprüfen. Jetzt gibt es einen neuen Ausbildungsberuf.

Die Ausbildungszahlen in den Elektrohandwerken sind um 4,2 Prozent gestiegen. Das macht die Integration von neuen Inhalten kaum möglich. Immer mehr Auszubildende können außerdem die Hoch- oder Fachhochschulreife vorlegen. Der Zentralverband des Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerks (ZVEH) hat nun auf diese Entwicklung reagiert. Der Beruf des Elektrotechnikers wird neu differenziert. So gibt es hier in Zukunft nur noch zwei Fachrichtungen, nämlich den Elektroniker in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik und den Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik. Die Themen Energiewende und Digitalisierung fließen in die Lerninhalte neu mit ein. Der neu geschaffene Ausbildungsberuf zum Elektroniker für Gebäudesystemintegration wird den neuen Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, gerecht. Er ist der erste neu entstandene Beruf vor dem Hintergrund der Digitalisierung.

Der Ausbildungsberuf Systemelektroniker verschmilzt mit dem Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik zum Elektroniker Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik. Der neu entstandene Ausbildungsgang soll vor allem das Problem des wachsenden Bedarfs an Fachkräften in die Hand nehmen. Smart Building, Smart Home, Energiemanagement und Elektromobilität gewinnen in der heutigen Welt immer mehr an Bedeutung. Die Zielgruppe des neuen Berufs sind junge Menschen mit Fachabitur oder Studienerfahrung. Wenn das Verfahren zügig in Gang gesetzt werden kann, könnte die neue Verordnung bereits Anfang 2021 in Kraft treten. Von da an könnte dann im Elektrohandwerk nach der neuen Struktur ausgebildet werden.