Ob geleistete Arbeitsstunden, die Zahl der Arbeitnehmer oder die Bruttolohnsumme – all diese Kennzahlen im Baugewerbe sind im Juni angestiegen.

Die letzte Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen ergeben, dass sich die Baukonjunktur an einem guten Standpunkt befindet. Das effektive Arbeitsvolumen hat sich im Juni saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gesteigert. Sind die Baugenehmigungen im Hochbau im Mai erneut angestiegen, gab die Zahl der Auftragseingänge jedoch zum vierten Mal in Folge nach. Das lag in letzter Zeit vor allem an der schwächeren Entwicklung im Nichtwohnungsbau. Und obwohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiter ungünstig ist, bleiben die Rahmenbedingungen gleichzeitig gut. Die Zinssätze für neue Hypothekenkredite sind auf einen neuen Tiefststand gefallen, ebenso die Renditen am Rentenmarkt. Die Erwerbstätigkeit ist weiterhin gestiegen – wenn auch etwas weniger dynamisch als zuvor. Die Stimmung bei den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes hat sich dahingegen erneut verschlechtert, die Produktion scheint die stärkste Schrumpfung seit der Eurokrise zu verzeichnen. Der öffentliche Bau jedoch wird in diesem Jahr besonders durch den Investitionshochlauf des Bundes gestützt. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg des nominalen Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 8,5 Prozent.

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