Smart Home Systeme sind bekannt als besonders modern und bequem. Dabei können sie noch viel mehr als Licht und Musik zu steuern und das Bad Wellness-tauglich zu machen.

Dass Smart Home Technologien eine immer wichtigere Rolle in unserer Gesellschaft spielen, wird spätestens dann deutlich, wenn man sieht, wie viel Energie in Gebäuden noch immer für Raumwärme und Warmwasser verwendet wird. Der Anteil der Energie, der in diese Zwecke fließt, liegt nämlich immer noch bei etwa einem Drittel. Hier kann ein Smart Home System viel leisten: An den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) beispielsweise werden im Rahmen eines Projekts innovative Technologien für einen effektiven Klimaschutz entwickelt. Effiziente Systeme kombinieren künstliche Intelligenz und die klassische Beschattungstechnik. Menschliche Wünsche in Bezug auf Licht und Temperatur werden mit einem außenliegenden Sonnenschutz mit Textilscreens besonders effizient umgesetzt: Der Screen wird mithilfe von Daten wie dem typischen Nutzerverhalten und Wetterdaten gesteuert. Auch in Bayern wird momentan bewiesen, wie energieeffizient Gebäudekühlung funktionieren kann. Das Bayerische Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) kühlt ein Gebäude im Rahmen eines Projektes durch „regeneratives Rückkühlen von Wasser auf dem Dach“. Bei diesem Prozess wird das Wasser aus einer Zisterne auf das Dach gepumpt. Dort wird es versprüht und verrieselt, bevor es erneut in den Speicher abfließt. In einem zweiten Wasserkreislauf wird es dann für die Gebäudekühlung eingesetzt.

Smart Home im Bad: Was ist sonst noch möglich?

Neben dem netten Effekt, Ressourcen zu sparen und immer energieeffizienter zu werden, bieten Smart Home Systeme nach wie vor extreme Bequemlichkeit und moderne Oberflächen. Gerade im Bad können solche Technologien die perfekte Atmosphäre für Erholung schaffen: optimal kombinierte Schaltungen von Licht, Musik, Düften und Dampf. Auch Musik lässt sich in vielen Häusern bereits raumübergreifend per Bluetooth steuern. Und selbst der Badezimmerspiegel lässt sich mittlerweile digitalisieren. Per App können Medien von einem mobilen Endgerät durch den Raum gestreamt und Bilder oder Videos auf das Spiegelglas projiziert werden. Doch neben dem bloßen Komfort bieten Smart Home Technologien auch Schutz vor Risiken im Bad, wie zum Beispiel vor Wasserschäden durch kaputte Rohre. Nicht zuletzt lässt sich außerdem die Wasserqualität durch Feuchtigkeitssensoren steigern, die im Problemfall eine Nachricht ans Smartphone senden und somit frühzeitiges Handeln ermöglichen. Da der Markt unterschiedliche Systemlösungen bereithält und weil die Anforderungen von Gebäuden sehr unterschiedlich sein können, sollten sich Nutzer vorher individuell beraten lassen.