Etwa 5,1 Prozent mehr Ausbildungsverhältnisse als noch im Vorjahr meldet die SOKA-BAU in ihrer Ausbildungsstatistik. Das Baugewerbe sieht darin ein klares Zeichen.

„Ein Einstieg in der Bauwirtschaft ist ein Erfolgsversprechen. Die Ausbildungsstatistik zeigt, dass der Bau weiterhin als attraktive Berufsoption wahrgenommen wird und sich junge Menschen verstärkt dazu entscheiden, einen Bauberuf zu erlernen. Das ist eine außerordentlich begrüßenswerte Entwicklung – sind die Lehrlinge von heute doch die Fachkräfte von morgen, die in unserer Branche gebraucht werden,“ kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) die frisch veröffentlichte Ausbildungsstatistik der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU). Der Statistik nach waren zum Stichtag des 30. Juni 2019 bundesweit 35.785 Ausbildungsverhältnisse registriert. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag, dem 30. Juni 2018, entspricht das einer Steigerung der Verhältnisse von 5,1 Prozent. Besonders stark stiegen die Ausbildungsverhältnisse in den neuen östlichen Bundesländern. Hier liegt das Plus bei 12,4 Prozent, in den neuen Bundesländern kann ein Plus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Die positive Entwicklung ist nicht zuletzt zurückzuführen auf die Anzahl an Lehrlingen im ersten Lehrjahr. So hat sich die Zahl der Ausbildungsanfänger um 5,4 Prozent auf 10.887 Verhältnisse erhöht. Zugleich stieg auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe leicht. Waren es im Vorjahr noch 14.458 Unternehmen, steigt die Zahl zum 30. Juni 2019 auf 14.653. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. „Dass die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen steigt, zeigt, dass die Baubranche ihre Hausaufgaben macht und für mehr Kapazitäten sorgt. Die mittelständischen Betriebe des Baugewerbes schultern hier die Hauptlast: Vier von fünf Lehrlingen werden in einem baugewerblichen Unternehmen ausgebildet. Somit sorgen wir nicht nur dafür, dass mehr Wohnungen gebaut, Brücken saniert und Häuser gedämmt werden können, sondern leisten auch einen gesellschaftlichen Beitrag, um jungen Menschen einen attraktiven Berufseinstieg zu ermöglichen,“ so Pakleppa abschließend.