Der deutsche Hersteller für allerlei Fenster und Türen, German Windows, übernimmt den insolventen Holzfensterspezialisten Sachsenfenster und erweitert sein Sortiment.

Nach der Übernahme vom Holzfensterhersteller Sachsenfenster kann das Münsterländer Unternehmen German Windows nun sein Produktsortiment erweitern: Das Werk Rammenau mitsamt aller Mitarbeiter wird mit übernommen und weiter betrieben. Somit kann der große Fenster- und Türenhersteller neben Aluminium und Kunststoff nun auch Holz verarbeiten. Nach etwa 30 Jahren auf dem Markt bahnten sich für die Sachsenfenster GmbH & Co. KG wirtschaftliche Schwierigkeiten an, aus denen die Eingliederung in die German Windows-Firmengruppe wieder heraushelfen kann. Das übernehmende Unternehmen sieht darin die Chance, Synergien und Erfahrung zu nutzen, gleichzeitig aber vor allem weiter Verantwortung in der Region wahrzunehmen.

Holz liegt im Trend

Durch das entstandene Vollsortiment der German Windows-Gruppe ist die gesamte Übernahme eine Win-win-Situation und kam genau zur richtigen Zeit: „Wir haben die Marktentwicklungen eine ganze Weile beobachtet und Holz ist als Bau- und Werkstoff gefragt. Das hängt sicher auch mit einem wachsenden ökologischen Bewusstsein bei den Verbrauchern zusammen“, erläutert Prokurist Helmut Paß. „Daher war die Übernahme von Sachsenfenster für uns besonders attraktiv: Wir können unser Portfolio erweitern und dabei auf jahrzehntelanges Know-How im Bereich der Holzelemente-Fertigung zurückgreifen.“ Das Unternehmen sieht in der Übernahme eine Investition in die eigene Zukunft: Mehr als 400 Mitarbeiter sollen künftig an sechs innerdeutschen Standorten täglich bis zu 1.400 Fenstereinheiten produzieren – und das nicht nur wie bisher aus Kunststoff und Aluminium, sondern nun auch aus Holz. „Starten werden wir bei den Holzelementen mit einem Liefergebiet rund um Sachsen und die angrenzenden Bundesländer. Schrittweise erweitern wir dann unseren Lieferradius“, so Helmut Paß. „Aber erst einmal heißt es: Ärmel hochkrempeln und anfangen!“