Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine Strategie auf den Weg gebracht, um Energie einzusparen. Bis 2050 soll der Verbrauch gegenüber 2008 halbiert werden.

„Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE) heißt der neue Strategieplan des Bundes für mehr Energieeffizienz. Trotz starken Wachstums der Wirtschaft wurden bereits in der Vergangenheit viele Erfolge erzielt, was die Verringerung des Energieverbrauchs angeht. Doch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will noch mehr schaffen: Bis 2020 möchte es den Primärenergieverbrauch gegenüber dem Jahr 2008 um 20 Prozent senken, bis 2050 sollen nur noch 50 Prozent der 2008 verbrauchten Primärenergie nötig sein. Der NAPE stellt dabei drei Zielsetzungen der Energieeffizienzpolitik als zentral heraus:

– Die Energieeffizienz im Gebäudebereich voranbringen,
– Energieeffizienz als Rendite und Geschäftsmodell etablieren und
– Die Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz erhöhen.

Der Strategieplan umfasst sowohl kurz-, mittel- als auch langfristige Ziele. Begründet liegt die aufgestellte Strategie in dem erheblichen wirtschaftlichen Vorteil, der sich sowohl auf internationaler Ebene als auch bei Bürgerinnen und Bürgern selbst bemerkbar macht. Denn wer Energie spart, spart auch Geld.

Geld sparen wird auch durch die geplanten Fördermaßnahmen des NAPE möglich. Um alle gesellschaftlichen Akteure dazu zu motivieren, Energie sparsamer zu nutzen, hat man viele Förderprogramme aufgestellt. So gibt es neben einer Aufstockung und Erweiterung des erfolgreichen CO2-Gebäudesanierungsprogramms zum Beispiel auch ein neuartiges wettbewerbliches Ausschreibungsmodell für Stromeffizienz und ein Förderprogramm zur Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung. Außerdem verpflichtet der NAPE große Unternehmen zu Energieüberprüfungen und etabliert Standards für Neuanlagen und Neubauten.