Ein aktueller Entwurf der Bundesregierung sieht vor, dass Arbeitgeber für die billige Vermietung von Wohnungen an ihre Arbeitnehmer keine Steuern mehr zahlen müssen.

Der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum wird immer größer. Gerade in den Metropolen Deutschlands werden Wohnungen immer knapper und teurer. Ein neuer Referentenentwurf der Bundesregierung kann allerdings Abhilfe schaffen. Länger schon haben Arbeitgeber die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern Wohnungen verbilligt zu vermieten. Bisher mussten diese Vorteile allerdings versteuert werden. Geplant ist die Einführung eines Freibetrages, sodass diese Versteuerung bis zu einem bestimmten Betrag nicht stattfinden muss.

Schub für den Mitarbeiter-Wohnungsbau

So kann der Vermieter die Wohnung an seinem Arbeitnehmer für bis zu ein Drittel niedriger vermieten als sonst üblich. Auch muss der Arbeitgeber mit dem Entwurf nicht mehr selbst Eigentümer der vermieteten Wohnung sein. Er kann die Wohnung auch selbst anmieten und sie dem Arbeitnehmer billiger überlassen. „Dies kann einen weiteren Schub für den Mitarbeiter-Wohnungsbau bewirken. Denn die steuerlichen Regelungen, wenn Arbeitgeber Wohnungen verbilligt an ihre Arbeitnehmer überlassen haben, waren bislang nicht ausreichend“, sind sich unter anderem der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt einig. Gemeinsam haben sich diese und viele weitere Verbände schon lange für eine solche Verbesserung für mehr bezahlbaren Wohnraum eingesetzt. Das Verbändebündnis „Wirtschaft macht Wohnen“ begrüßt den Referentenentwurf und appelliert nun an den Gesetzgeber, diese sinnvolle Regelung schnell in Bundestag und Bundesrat zu verabschieden.