Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer freut sich nach der Europawahl am 26. Mai über die hohe Wahlbeteiligung. Nun fordert er für den Mittelstand eine stärkere Politik.

„Das Ergebnis der Europawahl macht deutlich: Die große Mehrheit der Wählerinnen und Wähler steht weiter hinter Europa.“ So lautet das Urteil von Wollseifer über die Europawahl. „Wie sehr ihnen Europa am Herzen liegt, zeigt die nahezu europaweit hohe Wahlbeteiligung, die ein starkes proeuropäisches Signal ist“, so der Handwerkspräsident. Gleichzeitig hält er das neue Europaparlament für vielfältiger, wodurch künftige Entscheidungen komplexer werden dürften. Sorgen macht er sich wegen der europafeindlichen Kräfte, die sich am Rand des demokratischen Spektrums bewegen würden. Trotzdem zeigt sich Wollseifer erfreut darüber, dass sich trotz des Erstarkens dieser Parteien die proeuropäischen Kräfte durchgesetzt und an die Spitze gekämpft haben. „Diese müssen sich jetzt auf eine Zusammenarbeit einigen. Das Handwerk erwartet eine gesicherte Weiterarbeit und Fortentwicklung der EU.“

Stärkerer Einsatz für den Mittelstand

Nachdem die Führungsparteien in Berlin gravierende Verluste gemacht haben, sollte das laut Handwerkspräsidenten ein Weckruf für diese Parteien sein. Man müsse sich endlich um die großen Zukunftsfragen Deutschlands kümmern. Es sei nun sehr wichtig, einen mehrheitsfähigen Kandidaten für das Amt des EU-Kommissionschefs vorzuschlagen. „Klar ist für das deutsche Handwerk: Eine eigenständige KMU-Politik innerhalb der europäischen Institutionen muss deutlich gestärkt, europäische Bürokratie und Gesetzgebung auf das notwendige Maß zurückgeführt werden. Nur dann können sich unsere Betriebe wieder stärker um ihr Kerngeschäft kümmern und in der Folge für Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand sorgen“, so Wollseifer.