Der Markt für Bodenbeläge konnte 2018 ein ordentliches Wachstum verzeichnen. Nur Laminat ist weiterhin rückläufig: Hersteller müssen sogar ein Erlösminus einstecken.

Eine aktuelle Marktstudie zu Bodenbelägen von Branchenradar.com zeigt: Zuwächse gab es 2018 in allen Warengruppen, sogar beim Parkett. Die einzige Ausnahme bildet das Laminat. Gegenüber dem Umsatz von 2,68 Milliarden Euro in 2017 erwirtschafteten die Hersteller von Bodenbelägen im Jahr 2018 rund 2,71 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von einem Prozent. Das Laminatgeschäft schrieb im letzten Jahr hingegen keine schwarzen Zahlen: mit einem Erlösminus von etwa 461 Millionen Euro beschleunigte sich die seit mehreren Jahren anhaltende Abwärtsbewegung um etwa 4,3 Prozent. In den letzten drei Jahren hat der Laminat-Markt somit gut ein Viertel seines gesamten ursprünglichen Marktvolumens verloren. Als Gewinner gelten die Hersteller von Designbelägen und Vinylparkett: im Vergleich zu 2017 erhöhten sich hier die Herstellererlöse um 4,9 Prozent auf rund 665 Millionen Euro. Mit diesem Erlös gehen diese Beläge als stärkstes Produktsegment aus der Studie heraus.

Der Marktanteil von Designbelägen und Vinylparkett stieg auf nahezu 25 Prozent. Bei den übrigen elastischen Bodenbelägen wurde ein Erlösplus von 0,5 Prozent erzielt. Erfreulich entwickelt sich auch der Parkettmarkt. Mit rund 492 Millionen Euro Erlösen machte man 2018 etwa 2,3 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Auch textile Bodenbeläge bilden ein starkes Produktsegment: 527 Millionen Euro Umsatz – das entspricht einem Umsatzplus von 0,6 Prozent im Vergleich zu 2017. Ursache dafür ist eine deutliche Ausweitung der Nachfrage in diesem Bereich.