Das Bundesumweltministerium hat einen Radonmaßnahmeplan veröffentlicht. Dieser soll helfen, in Zukunft besser vor der Strahlung des radioaktiven Edelgases zu schützen.

Insgesamt 40 Seiten hat das am 24. April veröffentlichte Dokument, in dem das Bundesumweltministerium (BMU) die Strategie von Bund und Ländern zur Verbesserung des Schutzes vor Radon neu zusammenfasst. Es richtet sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Bürger. Neben den bereits bestehenden Regelungen zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen geht das neue Dokument zudem auf den Schutz der Bevölkerung in Aufenthaltsräumen ein. Zu den geplanten Zielen gehört, dass Menschen in Aufenthalts- und Arbeitsräumen dem gefährlichen radioaktiven Edelgas möglichst nicht mehr ausgesetzt sein sollen. Denn viele Untersuchungen zeigen: der Zerfall von Radon und seine Zerfallsprodukte in der Lunge gelten als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland – direkt nach dem Rauchen. Das Dokument kann auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums kostenlos heruntergeladen werden.

Was ändert sich für den Bau?

Für Neu- und Bestandsbauten sollen bauliche Maßnahmen zum Schutz von Radon zukünftig weiterentwickelt werden, die dann verbindlich gelten. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde schon getan: Im Radonhandbuch, das am 3. April vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht wurde, kann man bereits etwas über bauliche Maßnahmen zum Schutz vor Radon erfahren. Diese Maßnahmen sind in dem Handbuch praxisnah und leicht verständlich beschrieben. Das Handbuch steht auf der Internetseite des Bundesamts für Strahlenschutz zum Herunterladen zur Verfügung.